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1.4.2026 FDP Anfrage: Auskunft über die L214 sowie Antwort des Bürgermeisters Seemann vom 23.4.2026

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Seemann,

die FDP-Fraktion bittet um Beantwortung nachfolgender Fragen:

  1. Wie ist der Planungsstand des seit über einem Jahrzehnt geforderten Radweges zwischen Waldalgesheim und Stromberg entlang der L214? Wann ist mit einem Ausbau zu rechnen?
  2. Die L214 zwischen Waldalgesheim und Stromberg ist darüber hinaus in einem sehr schlechten Zustand. Welche konkreten Planungen bestehen für eine grundlegende Sanierung?
  3. Vor etwa fünf Jahren wurde die Ortsdurchfahrt L214 durch die Gemeinde Weiler bei einem Ortstermin mit Vertretern des LBM und der Ortsgemeinde Weiler in Augenschein genommen. Es wurde ein schlechter Zustand festgestellt. Wie ist der Planungsstand und wann ist mit einer Sanierung zu rechnen?
  4. Ändert der LBM seine Ausbaustrategie hinsichtlich der L214 (Weiler oder Waldalgesheim-Stromberg) und sieht im Interesse der dauerhaften Sanierung von Straßen – anstelle des Flickens von Straßenschäden mit Kaltbitumen – auch Vollsperrungen vor?

Es wurde in den o.g. Gesprächen mit dem LBM bzgl. der Sanierung in Weiler keine Besserung in Aussicht gestellt, da die L214 als Umleitungsstrecke für die A61 nicht gesperrt werden könne und die Straße für eine halbseitige Sperrung zu schmal ist.

Der AZ vom 28.2.2026 konnte man entnehmen, dass die L214 im Bereich Bingerbrück bei einer Vollsperrung komplett erneuert wird. Zitate: „Eine Ampellösung scheidet aufgrund der nicht ausreichenden Straßenbreite aus“. „Egal, wann die Stromberger Straße ausgebaut werde, für die Verkehrsführung gebe es dann keine Alternative, so der LBM“.

Warum gilt diese Strategie nicht auch für Weiler?

23.04.2026: Antwort des VG Bürgermeister, Benedikt Seemann:

Sehr geehrter Herr Berres,

vielen Dank für Ihre Anfrage betreffend der L214. Gerne gebe ich Ihnen nach Rücksprache mit den zuständigen planungsverantwortlichen Stellen eine Rückmeldung zum derzeitigen Sachstand Konkret handelt es sich im Folgenden um die Beantwortung Ihrer vier Fragen vom 01. April 2026:

1. Wie ist der Planungsstand des seit über einem Jahrzehnt geforderten Radweges zwischen Waldalgesheim und Stromberg entlang der L214? Wann ist mit einem Ausbau zu rechnen?

2. Die L214 zwischen Waldalgesheim und Stromberg ist darüber hinaus in einem sehr schlechten Zustand. Welche konkreten Planungen bestehen für eine grundlegende Sanierung?

3. Vor etwa fünf Jahren wurde die Ortsdurchfahrt L214 durch die Gemeinde Weiler bei einem Ortstermin mit Vertretern des LBM und der Ortsgemeinde Weiler in Augenschein genommen. Es wurde ein schlechter Zustand festgestellt. Wie ist der Planungsstand und wann ist mit einer Sanierung zu rechnen?

4. Ändert der LBM seine Ausbaustrategie hinsichtlich der L214 (Weiler oder Waldalgesheim-Stromberg) und sieht im Interesse der dauerhaften Sanierung von Straßen — anstelle des Flickens von Straßenschäden mit Kaltbitumen — auch Vollsperrungen vor? 

Es wurde in den o.g. Gesprächen mit dem LBM bzgl. der Sanierung in Weiler keine Besserung in Aussicht gestellt, da die L214 als Umleitungsstrecke für die A61 nicht gesperrt werden könne und die Straße für eine halbseitige Sperrung zu schmal ist.

Der AZ vom 28.2.2026 konnte man entnehmen, dass die L214 im Bereich Bingerbrück bei einer Vollsperrung komplett erneuert wird. Zitate: „Eine Ampellösung scheidet aufgrund der nicht ausreichenden Straßenbreite aus“. „Egal, wann die Stromberger Straße ausgebaut werde, für die Verkehrsführung gebe es dann keine Alternative, so der LBM“.

Warum gilt diese Strategie nicht auch für Weiler?

Nach Rücksprache mit den zuständigen planungsverantwortlichen Stellen kann ich Ihnen hierzu folgende Rückmeldung geben:

Die Planung der Baumaßnahme L 214 zwischen Stromberg und Waldalgesheim wird aktuell von den Mitarbeitenden des LBM Bad-Kreuznach betrieben.

Das Projekt umfasst die Erneuerung der Fahrbahndecke sowie den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. Der für den Radweg erforderliche Grunderwerb gestaltet sich derzeit schwierig; zudem sind noch landespflegerische Beiträge zu erbringen. Beide Aspekte erschweren die Erlangung des Baurechts. Hierzu steht der LBM in Kontakt mit uns.

Vor diesem Hintergrund wird die Gesamtmaßnahme in Teilabschnitten realisiert werden. Die Fahrbahndeckeninstandsetzung erfolgt unabhängig vom Ausbau des Radwegs.

Im Rahmen dieser Maßnahme ist zudem der Neubau einer Linksabbiegespur an der K 96 in Richtung Roth vorgesehen.

Die Ausführung der Linksabbiegespur kann unter Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der L 214 erfolgen.

Die Erneuerung der Asphaltdecke auf der gesamten Strecke ist voraussichtlich nur unter Vollsperrung der L 214 möglich.

Die Fahrbahninstandsetzung ist im aktuellen Investitionsplan 2024-2028 des Landes enthalten, jedoch nicht im derzeitigen Bauprogramm. Eine Aufnahme in das Bauprogramm 2027/2028 ist vorgesehen. Die Umsetzung des Radwegs ist aufgrund der derzeitigen baurechtlichen Situation noch nicht absehbar.

Vor etwa fünf Jahren wurde die Ortsdurchfahrt der L 214 in der Gemeinde Weiler bei einem Ortstermin mit Vertretern des LBM und der Ortsgemeinde in Augenschein genommen. Dabei wurde bereits ein schlechter Zustand festgestellt.

Der Fahrbahnzustand ist dem LBM bekannt, allerdings ist die Ortsdurchfahrt bisher nicht im Investitionsprogramm des Landes enthalten. Bis zur Aufnahme des Projektes in das Programm wird die Straßenmeisterei die Fahrbahn in einem verkehrssicheren Zustand halten.

In den genannten Gesprächen wurde darauf hingewiesen, dass eine Sperrung der L 214 aufgrund ihrer Funktion als Umleitungsstrecke für die A 61 sowie aufgrund der geringen Fahrbahnbreite als schwierig angesehen wird.

Seitens des LBM wird hierzu jedoch klargestellt, dass die Aussage, die L 214 könne nicht gesperrt werden, so nicht nachvollzogen werden kann. Eine grundhafte Sanierung der Ortsdurchfahrt Weiler kann nur unter Vollsperrung erfolgen.

Die betroffenen Streckenabschnitte werden im Rahmen der kommenden Aufstellung des Investitionsprogramms bewertet. Eine Aufnahme in das nächste Investitionsprogramm ab 2029 bleibt aktuell noch abzuwarten.

Die im Verbandsgemeinderat vertretenen Fraktionen erhalten eine Abschrift dieser Antwort. 

Für Rückfragen oder einen weitergehenden Austausch stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Benedikt Seemann