Bacharach 4.3.2009: Die Eindrücke einer turbulenten Landtagsdebatte brachte Abgeordneter Thomas Auler, FDP, mit nach Bacharach. Die Einladung zum Dämmerschoppen der FDP Rhein-Nahe nahm der in der VG Rheinböllen wohnende Auler gerne an. Er selbst habe in der aktuellen Stunde des Landtages die geplante Gebietsreform der Landesregierung als wenig mutig und durchdacht bezeichnet. Es sei ihr nicht gelungen, ein gemeinsames Vorgehen mit allen Fraktionen im Landtag zu erreichen. Auch die CDU hätte sich bei diesem Thema gesperrt, die in den Verbandsgemeinden rund 70 Prozent aller Bürgermeister stellen würden.
Einig seien sich alle Fraktionen im Landtag, dass eine Kommunalreform nötig sei, um die Finanzen in den Griff zu bekommen. Neben der VG Rhein-Nahe, der eine Kooperation mit der Stadt Bingen empfohlen wird, sollen sich die Nachbarverbandsgemeinden Stromberg, Oberwesel und Rheinböllen einen Fusionspartner suchen. Jörg Berres, Vorsitzender FDP Rhein-Nahe, erwartet viele Diskussionen, da in den genannten Verbandsgemeinden eine Reihe von Konstellationen denkbar sind. Horst Maurer, FDP, aus Oberdiebach bekräftigte dies, da Rhein-Nahe mit seinen Mittelrheingemeinden viele Bezüge auch zu Oberwesel und Rheinböllen habe. Auler erinnerte an das Ende der Freiwilligkeitsphase im Jahre 2012. Bis dahin könne man freiwillig einen „Heiratspartner“ finden, anschließend würde die Landesregierung entscheiden. Einig waren sich die Teilnehmer in der Einschätzung, dass eine Kommunalreform in unserer Region eine sorgfältige Prüfung aller Fakten voraussetze. Es müsse am Ende für die betroffenen Gemeinden und Verbandsgemeinden besser und nicht nur anders sein, betonte Jörg Berres abschließend.














